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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Aktuelle Projekte

  •  Hilfe bei der Mobilisierung eines Schlaganfallpatienten
  •  Unterstützung bei der Computereinrichtung für blinde Studierende
  •  Installation einer grafischen Kommunikationsoberfläche für eine ALS-Patientin

MP3 Player mit Handsteuerung für einen Wachkomapatienten

Lupe

In dem Projekt geht es um einen Patienten mit Apallischem Syndrom. Der Wunsch ist die Entwicklung eines Geräts zur Unterstützung der Physiotherapeutischen und Logopädischen Therapie des Patienten. Aufbauend auf Beobachtungen in der bisherigen Arbeit mit dem Patienten soll zunächst ein Gerät entwickelt werden, mit dem der Patient Musik abspielen kann. Wünschenswert wäre ein Gerät, welches durch Einstellung der/des Therapeuten angepasst werden kann. Ein kurzfristiges Ziel ist dabei die Entwicklung eines Handschalters (siehe Bild), welcher kabellos Lieder auf einem Android Handy vor- und zurückschalten kann.

Abgeschlossene Projekte

Entwicklung eines Dressursattels für eine beidseitig oberschenkelamputierte Dressurreiterin

Lupe

In diesem Projekt wurde ein Dressursattel für eine beidseitig oberschenkelamputierte Turnierreiterin entwickelt. Dazu wurde nach den Leitlinien des methodischen Konstruierens zunächst mithilfe einer Anforderungsliste und einer Funktionsanalyse die Aufgabe präzisiert und in weniger komplexe Teilbereiche gegliedert. In einer morphologischen Analyse wurde der Lösungsraum durch die variable Kombination unterschiedlicher Teillösungen miteinander systematisch erweitert. Eine technisch-wirtschaftliche Bewertung der gefundenen Konzepte resultierte in der Auswahl eines optimalen Konzepts. Aufbauend auf dem Wirkkonzept der morphologischen Analyse wurde die Verbindung zu den einzelnen Wirkorten des Sattels über die Produktarchitektur geschaffen, die den grundlegenden Aufbau des Sattels beschreibt. Anhand dieses Konzepts wurden Modelle des Sattels, der Reiterin und des zentralen Konstruktionselements, dem sogenannten Panikhaken, gefertigt.

Einrichtung eines Tablets und Sprachassistenten für einen Neglect Patienten

Nach einer Gehirnblutung leidet der Patient an einem Neglect (einseitige Nichtbeachtung von Reizen), sodass er die linke Seite eines Raumes oder eines Objektes nicht wahrnehmen kann. Ziel des Projekts war es, eine technische Inklusion mittels existierender Produkten und softwaretechnische und konstruktiver Anpassungen dieser Produkte zu erreichen.

Zunächst wurde hierzu eine allgemeine Marktrecherche zu möglichen Neglecttherapien und der Eignung verschiedener Tablet-Betriebssysteme für Menschen mit Wahrnehmungsstörung durchgeführt. Um die Zielsetzung zu bestätigen und die Anforderungen zu ermitteln, wurde eine Wahrnehmungsanalyse durchgeführt. Hierzu wurde eine Mischung aus neuropsychologischen Tests und einigen anwendungsbezogenen Tests mit Tablets genutzt. Es wurde einmal ein iOS und einmal ein Android OS getestet. Basierend auf den Ergebnissen wurde festgelegt, dass im Rahmen des Projektes ein Android Tablet mit einem geeigneten Launcher eingerichtet werden soll, der die Benutzeroberfläche ersetzt. Nachdem mittels Wahrnehmungsanalyse und Ausmessungen der Bedingungen vor Ort die Anforderungen an die Hardware (Tablet, Tablethalterung und andere Schnittstellen) und an die Software (Funktionen und Sicherheit) definiert wurden, wurden über die Aufstellung einer Funktionsstruktur die Anforderungen abstrahiert. Über eine detaillierte Marktrecherche wurden im Anschluss Lösungen für die einzelnen Teilfunktionen der Funktionsstruktur gesucht.

Bei der Software wurden die ermittelten Applikationen basierend auf der Anforderungsliste bewertet und im Anschluss aus den passenden Applikationen zwei Konzepte entwickelt. Die zwei Konzepte wurden iterativ entwickelt, sodass das Konzept 2 die Schwächen des Konzepts 1 behebt. Für das Tablet und den intelligenten Sprachassistenten konnte nach der Bewertung der Marktrecherche eine Entscheidung für das Samsung Galaxy Tab A und Amazon Echo Dot gefällt werden. Für die Tablethalterung wurde bei der Marktrecherche keine passende Lösung ermittelt, weshalb basierend auf einem morphologischen Kasten vier eigene Konzepte entwickelt wurden von denen ein Konzept entworfen und gefertigt wurde. Zum Projektabschluss wurde der Sprachassistent in Kombination mit dem Tablet und der Tablethalterung vor Ort installiert. Der Sprachassistent ist mittlerweile täglich in Benutzung und wird ebenfalls von der Pflege und der Ergotherapie genutzt. Die selbstständige Nutzung des Tablets muss über einen Zeitraum trainiert werden, um die Bedienphilosophie zu erlernen. Neben der Telefonfunktion und der Galerieanwendung, die momentan auf dem Tablet installiert sind, können bei Bedarf noch weitere Therapieapplikationen installiert werden. Allgemein stellen Tablet und Halterung eine ideale Therapiemöglichkeit für einen Neglectpatienten dar. Sowohl die Exploration als auch eine aufrechte Sitzposition können hiermit trainiert werden. Die zusätzliche Nutzung von Amazon Echo Dot erlaubt das Training von kognitiven Fähigkeiten.

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