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TU Berlin

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Forschungsbereich minimal-invasive Techniken

Unter minimal-invasiven Techniken werden in der Medizin diagnostische bzw. therapeutische Maßnahmen verstanden, die den Patienten operativ besonders wenig belasten. Sie stehen oft konventionellen, mit größeren Traumata verbundenen Techniken alternativ gegenüber. Die besonderen Vorteile dieser Methoden liegen in den verbesserten Behandlungsmöglichkeiten, in erweiterten Indikationsstellungen, in der schnelleren Genesung der Patienten, der geringeren Schmerzbelastung und dem besseren optischen Ergebnis infolge einer geringeren Narbenbildung. Die schnellere Wiederherstellung der Gesundheit hat durch die einhergehende Reduktion der Pflegezeiten und Behandlungskosten sowie die frühzeitige Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess eine volkswirtschaftliche Relevanz, welche unter dem Aspekt der notwendigen Kostendämpfung im Gesundheitswesen einen besonderen Stellenwert besitzt.

Minimal-invasive Techniken setzen sich unter Nutzung verschiedener technischer Ansätze in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten zunehmend durch. Die wichtigsten Anwendungen finden sich heute in der Chirurgie, Gastroenterologie, Gynäkologie, Kardiologie, Radiologie und Urologie. Bei der interventionellen Behandlung der koronaren Herzkrankheit ist heute die mechanische Aufweitung des verengten Gefäßabschnittes mit einem Ballonkatheter, oft kombiniert mit der Platzierung einer drahtgeflechtartigen Gefäßprothese (Stent), üblich. Von diesen ca. 200.000 jährlichen Eingriffen in Deutschland müssen jedoch rund 30% der Patienten mit einem erneuten Verschluss des Gefäßes rechnen. Ziel der aktuellen Forschung ist die Reduktion dieser so genannten Restenoserate. Viel versprechende Ansätze liegen in der Beschichtung von Gefäßprothesen mit Medikamenten, welche direkt in das für den erneuten Verschluss ursächliche, überschießende Wachstum des mechanisch gereizten Gewebes eingreifen. Andere Ansätze konzentrieren sich auf die Limitierung des Fremdkörperreizes der Gefäßprothese auf die ersten Wochen und Monate nach der interventionellen Therapie durch Verwendung resorbierbarer Werkstoffe. Einige resorbierbare Kunststoffe eignen sich auch als Medikamententräger auf metallischen Gefäßprothesen und erlauben hier eine gezielte Einstellung der Freisetzungskinetik. Durch die ständige Ausweitung der Indikationsstellung der Kathetertechniken auf weiter peripher und in stark gewundenen Gefäßen liegende Verengungen steigen die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften der Katheter, insbesondere an ihre Manipulierbarkeit und Fähigkeit zur Passage von Verengungen.

Am Fachgebiet Medizintechnik liefen vor ca. zehn Jahren Projekte zur Entwicklung eines metallischen Koronarstents, zur Entwicklung von Prüfgeräten für anwendungsorientierte Untersuchungen der Manipulationseigenschaften von Herzkathetern, zur Vermessung von Katheterballons und zur elektrischen Funktionsprüfung an Elektrodenkathetern.

Nähere Informationen zu den aktuellen Forschungsprojekten finden Sie hier.

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