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TU Berlin

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Lehre und Studium am Fachgebiet Medizintechnik

Eine zentrale Aufgabe des Fachgebietes ist es, in der Lehre Studierenden das notwendige Fachwissen auf dem interdisziplinären Gebiet der Medizintechnik zu vermitteln und sie auf spätere Tätigkeiten in Industrie und Kliniken vorzubereiten. Einsatzgebiete für Ingenieure in der Medizintechnik liegen:

 1. in der medizintechnischen Industrie, u.a. in den Abteilungen:

  • Forschung und Entwicklung
  • Produktmanagement
  • Vertrieb bzw. technischer Außendienst

 2. in der Klinik, u. a. mit Verantwortlichkeiten für:

  • die Überwachung der Gerätesicherheit und die vorbeugende Wartung,
  • die Geräteauswahl bei Neubeschaffungen und Optimierung des Geräteeinsatzes
  • die Vermittlung von technischem Wissen an die medizinischen Geräteanwender
  • die technische Unterstützung wissenschaftlicher Arbeit

 3. in der akademischen Forschung,

 4. in medizintechnischen Dienstleistungsunternehmen.

Bisher zeigte sich die Medizintechnikbranche trotz aller gesundheitspolitischer Einschnitte als wachstumsstark und krisenresistent. Im Jahr 2006 lag der Branchenumsatz der rund 1.198 deutschen Betriebe bei über 16 Milliarden Euro (+8,7 % gegenüber dem Vorjahr).

Seit dem Jahr 2000 ist die Beschäftigtenzahl mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 2,7 % kontinuierlich auf über 85.000 gestiegen. In Berlin ist die Medizintechnik einer der am stärksten expandierenden Märkte der Zukunft. Neben 180 Medizintechnik-Unternehmen mit eigenen Produkten bzw. produktionsnahen Dienstleistungen gibt es nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin im Bereich Medizintechnik 210 Händler und sonstige Dienstleister. Mit mehr als 5% medizintechnikrelevanten Arbeitsplätzen bezogen auf das verarbeitende Gewerbe liegt in Berlin die Bedeutung dieser Branche für die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich höher als in Deutschland insgesamt. In Berlin sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen mit Geschäftsfeldern in der Medizintechnik tätig. Das größte Medizintechnikunternehmen in Berlin ist die BIOTRONIK GmbH & Co. KG (1.230 Beschäftigte im Hauptsitz Berlin von weltweit 2.900 Beschäftigten).

Für leistungsstarke Absolventen, die an ihr Studium eine Dissertation anschließen wollen, bietet die Vielzahl der Forschungseinrichtungen in der Region ein umfangreiches Themenangebot.

Zu den Grundsätzen der Lehrveranstaltungen am Fachgebiet Medizintechnik gehören die umfassende Darstellung der physikalischen Grundlagen der Medizintechnik, die Herstellung aktueller Bezüge bei der Darstellung gerätetechnischer Realisierungen und neuer Entwicklungstendenzen in der Medizintechnik, die Einbeziehung elektronischer und mechanischer Aspekte technischer Hilfsmittel zur Rehabilitation sowie das ergänzende Angebot von Vertiefungsfächern, vor allem aus der Medizin (z. T. durch klinisch tätige Dozenten). Unter Berücksichtigung der an Absolventen des Fachgebietes in der Industrie gestellten Anforderungen besteht ein erweitertes Lehrangebot zur Entwicklung und Prüfung von Medizinprodukten unter Einbeziehung der Anforderungen des Qualitätsmanagements, der Risikobewertung und der Zulassung von Medizinprodukten. Kenntnisse im Umgang mit Geräten sowie in der Bearbeitung analytischer, experimenteller, konstruktiver und messtechnischer Aufgabenstellungen werden in Übungsveranstaltungen vermittelt.

Bachelor-, Projekt- und Masterarbeiten werden zum Teil in Zusammenarbeit mit Medizintechnikunternehmen angeboten und bieten den Studenten den Einblick in ihre späteren Tätigkeitsfelder.

Die angestrebten Ausbildungsziele im Studiengang Biomedizinische Technik orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE, nach denen eine Absolventin bzw. ein Absolvent

  1. das aktuelle Wissen und die Methodik der Ingenieurwissenschaften beherrschen und zur Lösung von Problemen in der Medizintechnik einsetzen kann,
  2. die besonderen Sicherheitsaspekte der Medizintechnik kennt und bei der Lösung von technischen Problemen sowie bei der Überwachung technischer Einrichtungen in der Medizin verantwortungsvoll einsetzen kann,
  3. die medizinische diagnostische und therapeutische Fragestellung versteht und geeignete technische Lösungen entwerfen und realisieren kann,
  4. die besonderen Aspekte bei der Wechselwirkung technischer Systeme mit dem menschlichen Körper kennt und berücksichtigt,
  5. die Grundprinzipien der klinischen Arbeitsweise bei diagnostischen und therapeutischen Verfahren kennt.

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