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TU Berlin

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Unterstützung von Pflegekräften bei der Patientenmanipulation

Der demografische Wandel betrifft die Pflege in doppelter Weise. Mit der Alterung der Bevölkerung steigt die Nachfrage nach professioneller Pflege. Zugleich sinkt das Arbeitskräftepotenzial, aus dem der Bedarf nach Pflegefachkräften gedeckt werden kann. Die Arbeit von Pflegekräften ist körperlich stark belastend: langes Stehen, schweres Heben, ungünstige Körperhaltungen. Technische Systeme können Pflegekräfte unterstützen und teilweise bei schwerer Arbeit entlasten. Dies schont die Gesundheit der Pflegekräfte und ermöglicht es ihnen, mehr Zeit für Pflegebedürftige aufzubringen und ihnen vermehrt Zuwendung zu geben. Darüber hinaus kann mithilfe technischer Systeme die Einbindung von generationenübergreifenden Pflegekonzepten sowie die Förderung von Laienhilfe verbessert werden.

Die Wünsche der Pflegebedürftigen sind ebenfalls dabei, sich zu verändern. Bisher sind bereits eine gestiegene Kundensouveränität und eine gehobene Anspruchshaltung zu erkennen. Man spricht dabei auch von der „Emanzipation der Patienten“, die sich u.a. in einem expliziten Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Teilhabe und der Wahrung der Privatsphäre und Individualität äußert. Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben können es gesundheitlich eingeschränkten Menschen erleichtern, möglichst lange in der eigenen häuslichen Umgebung zu leben.

Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen einer Abschlussarbeit das Potential für den Einsatz innovativer Hebetechnologien in der Medizin und Pflege untersucht werden. Einen Fokus stellen hierbei Lift- (Decken- und Allroundlifter) und Griffsysteme dar. Betrachtet werden als Nutzergruppen sowohl Pflegekräfte, die durch diese Systeme bei ihrer täglichen Arbeit entscheidend unterstützt und entlastet werden, als auch die pflegebedürftigen Personen, welche durch diese Systeme Autonomie und Lebensqualität zurückgewinnen.

Mögliche Arbeitspakete:

  • Marktpotentiale: Analyse der wirtschaftlichen Aspekte des Einsatzes von technischen Assistenzsystemen

    • Aktuelle Ausgaben in der Gesundheitsbranche (Pflegegeld, Ausgaben für Hilfsmittel, Umsatz der Wettbewerber) und zukünftige Entwicklung
    • Positionierung der derzeitigen Wettbewerber in der Gesundheitsbranche

  • Innovationspotentiale: Analyse der am Markt verfügbaren Produktpalette sowie verbundener Dienstleistungen

    • Typische Limitationen
    • Stärken und Schwächen der etablierten Systeme

  • Nutzerzentrierte Anforderungsanalyse

    • Ausarbeitung einer geeigneten Methodik (z.B. Interviews, Fragebögen, teilnehmende Beobachtung)
    • Durchführung der Anforderungsanalyse mit verschiedenen Nutzergruppen

Die Arbeit wird von Dipl.-Ing. Simon Gallinger am Fachgebiet Medizintechnik der Technische Universität Berlin betreut. Ein Exemplar der Ausarbeitung verbleibt am Fachgebiet Medizintechnik. Nach Abschluss der Arbeit ist ein Vortrag zu halten sowie ein Abstract in deutscher und englischer Sprache anzufertigen.


Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

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